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Sorgfalt beim Hersteller und eine hygienische Verwendung im eigenen Haushalt schützen vor einer möglichen Belastung durch Krankheitserreger.

getrocknete Kräuter
Jana Behr / Fotolia.com

Küchenkräuter sind Naturprodukte. Frische und getrocknete Kräuter können deshalb Krankheitserreger enthalten. Auf gute Hygiene bei der Zubereitung ist unbedingt zu achten (saubere Hände, saubere Küchenutensilien)!

Um die Sicherheit von Kräutern und Gewürzen zu erhöhen, wurde im Jahr 2013 das EU-Forschungsprojekt SPICED initiiert, das vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) koordiniert wird. Es dient dazu, die gesamte Warenkette vom Erzeuger bis zum Verbraucher auf Schwachstellen hin zu überprüfen, über die es zu Verunreinigungen kommen kann. Dadurch soll Gesundheitsgefährdungen durch kontaminierte Kräuter vorgebeugt werden. Spezielle Warn- und Monitoringsysteme ermöglichen schnelles Handeln.

Bestrahlung von Kräutern in Deutschland nicht relevant

Seit Dezember 2000 dürfen in Deutschland theoretisch getrocknete Kräuter und Gewürze bestrahlt und vertrieben werden. Mit der Bestrahlung können möglicherweise vorhandene Mikroorganismen abgetötet werden. Entsprechende Ware müsste mit den Vermerken „bestrahlt“ beziehungsweise „mit ionisierenden Strahlen behandelt“ gekennzeichnet werden.

In Deutschland kommen nach bisheriger Praxis nur sehr wenig bestrahlte Kräuter und Gewürze in den Handel.

Stattdessen kommt beispielsweise eine Dampfentkeimung zum Einsatz.

Haltbarkeit beachten und richtig lagern

Küchenkräuter haben eine begrenzte Haltbarkeit. In getrockneter Form lassen sie sich länger, aber nicht unbegrenzt aufbewahren. Luft, Licht und Feuchtigkeit sind die größten Feinde getrockneter Kräuter:

  • Licht verändert Farbpigmente und typisches Aroma.
  • Luftsauerstoff führt zu oxidativen Veränderungen der Inhaltsstoffe und überträgt fremde Gerüche.
  • Feuchtigkeit lässt Gewürze Wasser aufnehmen. Sie verlieren ihre Rieselfähigkeit und werden anfälliger für den Verderb durch Mikroorganismen und Schimmelpilze.

Getrocknete Kräuter bewahren ihr Aroma am besten in luftdicht schließenden und lichtundurchlässigen Verpackungen. Empfohlen wird eine Aufbewahrung bis zu etwa einem Jahr. Für noch nicht geöffnete Verpackungen gilt das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).

Autor: Engelbert Kötter, Walldürn-Rippberg

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