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Nüsse sind nicht nur zum Backen und Knabbern gut. Sie lassen sich auch für leckere Salate, besondere Brote und verschiedene warme und kalte Gerichte zur Geschmacksabrundung verwenden.

Reis mit gehackten Walnüssen und Rosmarinzweig auf weißem Teller
Africa Studio / Fotolia.com

Hier ein paar Beispiele, wie vielseitig Sie Nüsse einsetzen können.

  • Erdnusscreme, Hühnchen mit Erdnusssoße
  • Mandelcreme, -makronen, Verzierung von Torten mit Mandelsplittern, Obstsalate oder herzhafte Salate mit Mandeln, Brokkoli mit gerösteten Mandelblättchen
  • Rotkohl oder Rosenkohl mit Maronen, Maronenfüllung in der Weihnachtsgans, gebratene Maronen zu Feldsalat
  • Haselnusstorte, -ecken, -makronen, -creme, -eis
  • Süßkartoffelgratin mit Pekannüssen
  • Cashewkerne in Obst- und Geflügelsalaten, Saté-Spieße mit Cashewsoße
  • Gefüllte Datteln mit Pistazien, Erdbeeren mit Pistaziensahne, Pasta mit Pistazien-Pesto
  • Asiatische Gerichte mit Kokosmilch
  • Walnusstorte, -eis, Chicoree-Orangen-Salat mit Walnüssen
  • Rinderfilet mit Pinienkernkruste, Salate und Toppings mit Pinienkernen

So gelingt die Zubereitung und Verarbeitung

Wer möchte, kann die dünne Haut bei Mandelkernen, Pistazien und Walnüssen leicht entfernen, wenn die Nüsse für wenige Augenblicke in kochendes Wasser gelegt werden.

Die Haut von Haselnüssen löst sich nach etwa zehn Minuten bei 200 Grad Celsius im Backofen.

Esskastanien (Maronen) schneidet man mit einem scharfen Messer kreuzweise an der gewölbten Seite ein. Auf ein Backblech legen und 10 bis 15 Minuten im Backofen rösten, bis sich die Schale nach außen biegt. Die Esskastanien schälen, dabei auch die innere Haut vollständig entfernen.

Zum selber Herstellen von Kokosmilch zerkleinert man das Fruchtfleisch mit einem Fleischwolf, einer Reibe oder Raspel.

Richtig lagern und verdorbene Nüsse erkennen

Ganz und ungeschält halten Nüsse monatelang bei sachgerechter Lagerung. Geschälte und geriebene Nüsse müssen rasch verbraucht werden. Aufgrund des hohen Fettgehaltes können Nüsse ranzig werden. Dabei werden die Fette unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Enzymen, Mikroorganismen, Sauerstoff und Licht gespalten. Auch eine gelbliche, dunkle Verfärbung weist darauf hin. Außerdem sind Nüsse anfällig für Schimmelpilzbefall. Wenn Nüsse muffig riechen, sollten sie entsorgt werden.

Tipps zur Lagerung:

  • Für eine längere Lagerung ist es besser, ganze Nüsse zu kaufen und sie erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen oder zu hacken. Werden Nüsse gemahlen, sind die Inhaltsstoffe (vor allem Vitamine, Fette) durch die vergrößerte Oberfläche besonders angreifbar durch Licht, Wärme und Sauerstoff.
  • Nüsse sollten grundsätzlich kühl, dunkel, trocken, gut verpackt in Säcken oder Netzen und luftig gelagert werden. Zu viel Wärme, Licht und Feuchtigkeit verkürzen die Haltbarkeit und lassen Nüsse schneller ranzig werden oder schimmeln.
  • Vor allem geschälte und bereits zerkleinerte Ware sollte bei angebrochener Verpackung besser im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten in einer fest verschließbaren Dose. Dort halten sie sich maximal vier Wochen.
  • Geschälte Nüsse eignen sich auch zum Einfrieren, bis zu zwölf Monate kann man sie eingefroren lagern. Für den späteren Gebrauch portionieren und in entsprechender Menge verpacken und beschriften.
  • Bewahren Sie angebrochene Nusspackungen immer in dicht schließenden Gefäßen auf, da Nüsse leicht Gerüche aus der Umgebung aufnehmen. Das gilt vor allem für geriebene Nüsse, ganz besonders für Walnüsse.
  • Werfen Sie verfärbte, vertrocknete oder gar verschimmelte Nusskerne immer weg und kontrollieren Sie regelmäßig die gelagerten Nüsse!

Nüsse knacken

Geöffnete Walnuss auf Nussknacker

Am einfachsten lassen sich die meisten Nussarten mit einem herkömmlichen Zangennussknacker knacken. Durch zwei spezielle „Größenvorrichtungen“ ist dieser sowohl für kleinere als auch für größere Nüsse geeignet. Der Macadamia-Nuss kann man damit allerdings nicht zu Leibe rücken. Für sie braucht man einen speziellen Öffner.

Zum Öffnen der Kokosnuss schlägt man in zwei der drei Augen (dunkle Keimstellen) einen Nagel und lässt durch eines der Löcher das Fruchtwasser ablaufen, während durch das andere Loch Luft nachströmen kann. Hiernach die Nuss mit einer Hand festhalten und mit einem Hammer die Schale aufschlagen. Das freigelegte Fruchtfleisch in Streifen schneiden und möglichst frisch verzehren.

Autorin: Ruth Rösch, Düsseldorf

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