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Kennt ihr den Foodsharing e. V.? Das ist ein Verein, der sich darum kümmert, dass weniger Lebensmittel weggeschmissen werden. Hier in Bonn staune ich immer wieder, wie gut das funktioniert. Es gibt mehrere Verteilerstellen, einige Messenger-Gruppen und jedeMenge helfende Hände. Ich selber bin nicht beim Abholen und Verteilen der Lebensmittel aktiv, nutze aber manchmal die Infrastruktur und esse auch gerne mal etwas Gerettetes.

Was bedeutet Foodsharing

Foodsharing bedeutet ja zunächst übersetzt schlicht „Essen teilen“, tatsächlich steckt aber mehr dahinter. Auf der Website des Foodsharing e. V. finde ich die Info, dass es den Verein seit 2012 gibt. Dort kann man auch die Vision nachlesen. Kurz gesagt: Der Verein strebt ein Ernährungssystem an, dass alle satt und zufrieden macht, faire Bedingungen in der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln schafft und nachhaltig mit den Ressourcen des Planeten umgeht. Letztlich möchten sie sich selber überflüssig machen, denn in einer Welt, in der das alles zutrifft, gibt es keine Lebensmittelverschwendung. Solange das Ernährungssystem und das Konsumverhalten aber so sind, wie sie derzeit sind – Foodsharing formuliert das so: geprägt von „exzessivem Konsum und Überfluss, Umweltzerstörung und globaler Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur“ - arbeiten die Engagierten daran, Lebensmittel zu retten, die zu viel produziert, eingekauft oder zubereitet wurden. Das funktioniert einerseits ganz praktisch, indem Lebensmittel abgeholt, verteilt und genutzt werden und andererseits über Bildungsangebote in der Foodsharing Akademie und zusätzlich auch über politisches Engagement.

Foodsharing in Bonn

Auch wenn Bonn keine besonders große Stadt ist, gibt es hier eine aktive Foodsharing-Gruppe. Es gibt acht Verteilerstellen, an denen gerettete Lebensmittel abgestellt werden können, damit jeder sich dort bedienen kann. Manche sind eine einfache Kiste, in der Obst, Gemüse oder verpackte Backwaren hinterlegt werden dürfen. An anderen Stellen steht zusätzlich ein Kühlschrank, so dass auch Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, deponiert werden können. Diese sogenannten „Fair-Teiler“ werden natürlich regelmäßig kontrolliert und gereinigt. Wo was abgestellt werden darf, erfährt man unter anderem auf der Website von Foodsharing. Neben den Fair-Teilern gibt es verschiedene Messengergruppen, in denen nicht nur Lebensmittel aus Supermärkten, sondern auch aus der Gemeinschaftsverpflegung verteilt werden.

Immer mal wieder esse ich Lebensmittel, die Foodsharer gerettet haben. Manchmal durch Zufall, wenn mir ein Bekannter eine Tüte mit belegten Brötchen unter die Nase hält, die er grade beim Bioladen abgeholt hat. Oder wenn Nachbarn nach einer großen Rettung eine Nachricht schreiben, dass es bei ihnen Gemüse, Obst und Milchprodukte gibt, die bald gegessen werden möchten. Da greife ich dann gerne zu. Ich habe auch schonmal selber Lebensmittel weitergegeben. Wie das geklappt hat, lest ihr hierFoodsharing – Lebensmittel weitergeben.

Deutschland rettet Lebensmittel

Ich finde es wirklich klasse, mitzuerleben, dass es auch anderen Menschen wichtig ist, Lebensmittel zu verwenden statt zu verschwenden. Das könnt ihr übrigens auch bei der Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel", die vom 29. September bis 6. Oktober stattfindet. Bei "Zu gut für die Tonne!" könnt ihr selber Aktionen einreichen und findet eine Übersichtskarte auf der alle Aktionen eingetragen sind. Schaut doch mal vorbei!

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